Montag, 12. Dezember 2011

Antjes Abschied

Bevor Antje nach good old Germany zurück kehrt, wollte sie nochmal am größten Berg von Neuseeland vorbeischauen, damit war die Entscheidung gefällt und es ging von Dunedin über Twizel zum Mt Cook Village und auf dem Weg entdeckten wir noch eine Strawberry Orchard, wo ich für 6$ ein Kilo Erdbeeren erstand. Antje meinte auch gleich, wann kann man schon mal im Dezember Erdbeeren essen-jam jam. Nach einem sehr sonnigen Autofahrtag haben wir auf einen sehr schönen Zeltplatz 20km vorm Mt Cook Village übernachtet, nochmal Wäsche gewaschen und ein supi leckeres Resteessen zubereitet, sogar andere Camper schauten neidisch auf unseren Kartoffel-Zwiebel-Brokkoli-Tomate-Ei-Käse-Auflauf. Leider war keine Führung bzw. Begehung des Ovatoriums mehr möglich, obwohl mich der südliche Sternhimmel schon sehr interresiert hat aber eine riesige Gruppe Japaner hatte das ganze ausgebucht und ihre Führung war auch nur in japanisch und das versteht man ja nun wirklich garnicht. Also ging es erst den nächsten Tag ins Sir-Edmund-Hillary-Center, wo man allerlei über die Erschließung der Southern Alps und die Entwicklung des Bergsteigens und der Bergrettung erfuhr. Leider war keine Zeit mehr für eine richtige Wandertour und schon ging es weiter zum nächsten und letzten Stop von Antje. Wir kamen in Christchurch an und waren sehr überrascht als wir feststellen mussten, dass die schweren Erdbeben im letzten Jahr einen immensen Schaden angerichtet hatten. Die alte Innenstadt ist komplett abgeriegelt und man darf sie nur mit einer Sondergenehmigung begehen. Wahrscheinlich wird nichts davon mehr am ursprünglichen Boden aufgebaut, da man auf dem wohl sehr sandigen Boden nicht erdbebenfest bauen kann-obwohl mich ein Kiwi, wegen meiner Herkunft und dem Wiederaufbau der Frauenkirche, in eine Unterhaltung verwickelte. Denn man zieht den Wiederaufbau in Dresden als ein Positivbeispiel heran um die Kathedrale in Christchurch wieder auf zubauen aber die Ursachen der Zerstörung sind total unterschiedlich und es ist eine sehr umstrittenes Thema. Zumal ich ihn erzählte, dass wir in DD keinerlei Mahnmal an den Krieg und seine Folgen haben und die Ruine der Kirche immer die Geschichte in Erinnerung rief und ich das eigentlich ganz gut fand. Aber das sind ja schon mal 2 völlig unterschiedliche Gründe warum die Kirchen jeweils zerstört wurden.
Nächsten Tag sind Antje und ich jedenfalls noch in das Antartic Center gegangen, haben uns nochmal Pinguine und allerlei Wissenswertes über  das Leben und die Beschaffenheit der Antarktis angeschaut und auch ein bischen am eigenen Leib erfüllt-ich sag nur Eissturm in Eiskammer und ne Fahrt mit einem Schneepanzer. War echt lustig und interessant aber nach 3h lief unsere Zeit ab und ich habe Antje noch zum Flughafen gebracht und so endete unsere gemeinsame Zeit und Antje, wie auch ich, konnten nicht glauben, dass es wirklich 4 Wochen waren.
Mt Cook

 same same but different

Mt Cook

Lake Tekapo

Christchurch

Christchurch

Snowtank 

Freitag, 9. Dezember 2011

Schottische Kühle

Die letzten Tage für Antje waren angebrochen und so mussten wir uns auf eine wesentlich abgespeckterte Variante entscheiden als geplant war-zu sehen und erleben gibt es hier unendlich viel. Also ging es im direkten Weg von Queenstown über Alexandra und Milton nach Dunedin(gälisch für Edinburgh). Die Stadt wurde, wie der Name schon verrät von Schotten gegründet und dementsprechend wurden wir auch von schottischen Wetter mit 10°C und leichtem Regen begrüßt. Außerdem war unser erster Eindruck von der Stadt irgendwie kühl und unsympathisch also sind wir gleich erstmal auf die Ontago Peninsula geflüchtet  um am Sandfly Beach Gelbaugenpinguine zu sehen, leider waren wir nur semierfolgreich(in 300 m Entfernung durch ein Fernglas) aber dafür war der Strand voll mit schlafenden oder aktiven Seelöwen. Dass man mindestens 10m Abstand halten sollte, lassen wir erst später aber trotz eines gewissen Kicks beim Passieren haben wir keine Angriffe erlebt. Der Strand hat seinen Namen übrigens nicht von den kleinen beisenden Biestern, die uns an der Westküste heimsuchten, sonder weil dort gewöhnlich soviel Sturm herrscht, dass es denn Wind durch die Luft wirbelt und natürlich bevorzugt die Augen von besuchern-ich bin mit Tuch vor meinen Augen die Dünen zum Strand herunter gelaufen um mich zu schützen, war echt unangenehm. Doch wir haben noch ein bisschen durchgehalten und uns sogar noch die Ankunft der Blue Penguins(die kleinsten Pinguine der Welt-süß) bei Sonnenuntergang vom Ocean aus zu beobachten. Schweinekalt wars und sie haben echt lustig ausgesehen, weil sie in 8er Gruppen durch die Wellen in Richtung Strand kämpfen und dann ihren Weg zurück zu den Nestern suchen-Fotos waren eigentlich nicht möglich aber die anderen Touristen schien das nicht zu interessieren und so wurde fleißig mit Blitz, was natürlich verboten ist und bei einer Entfernung von 40m auch keinen Sinn macht, drauf los geknippst. Overnight Stay war natürlich überall auf der Insel verboten aber wir haben das einfach mal gekonnt ignoriert und unser Auto schön hinter Hecken versteckt und natürlich kam in dieser abgelegenen Gegend auch niemand vorbei um das zu kontrollieren. Nächsten Tag haben wir nochmal bezahlt um Pingus von mehrern Unterständen aus zu sehen und dann ging es zurück nach Dunedin für eine Führung durch die Schokoladenfabrik, natürlich mit Naschen-hhhhmmm. Leider war die Schoki im Fabrikverkauf auch nicht wirklich billiger und ganz ehrlich in Deutschland gibt es wesentlich leckere Sorten. Keine Ahnung warum hier alle auf Marshmallows stehen aber das taucht in so ziemlich jeder Sorte auf und das Motto scheint zu sein:Je süßer, desto besser. Da lob ich mir Knusperflocken und Kinder Pinguie aus Germany :)
Nach diesem doch sehr abwechslungsreichen Programm wurden noch ein paar Weihnachtsgeschenke besorgt-aber zu sehen gibt es die natürlich erst zu Hause ;-) Leider kommt hier keine Weihnachtsstimmung auf, weil einfach alles fällt bis auf die doch etwas gewöhnungsbedürftige Beleuchtung der Straßen und Läden. Ich zünde mir jetzt jeden Tag eine Räucherkerze an, die Antje von zu Hause mitgebracht hat und Plätzchen backen steht auch noch auf dem Plan-natürlich nach Rezept von Mama. Genießt ihr mal alle eure Glühweingelage und die Plätzchen, wir werden dafür braun - Ho Ho Ho
Dunedin 

Sealions

freche Robben

Royal Albatross Colony

Cadbury Chocolate Factory

Montag, 5. Dezember 2011

Strange Kiwis

Hier mal ein paar Kuriositäten.
1. Alles darf sich hier Stadt nennen auch wenn es nur 2000 Einwohner gibt und nur die wirklich kleinen Klitschen heißen dann Village(z.B. Franz Josef Village oder Mt Cook Village)
2. Es gibt fast keine Ampeln auf der Straße aber dafür Tausende von Kreisverkehren, wobei niemand wirklich einheitliche Regeln beim Blinken in und aus dem Kreisverkehr benutzt.
3. Es gibt scheinbar nicht viele kreative Namensfinder in Neuseeland, den so heißen die Orte Belfast, Dunadin(gälisch für Edinburgh) und es gab sogar ein Berlins, was zwar mit einem Ortsschild versehen war aber nur aus einem Motel mit integriertem Restaurant bestand.
4. Überall am Straßenrand kann man Horsepoo(Pferdemist) oder auch Cow-, Deerpoo erwerben, wir haben uns schon über die Verwendung den Kopf zerbrochen aber vielleicht ist es ja gut für die Haut- Hier wird halt im sprichwörtlichen Sinne aus Scheiße Geld gemacht :-)
5. Der gemeine Kiwi(neuseeländische Einwohner) friert niemals und trägt immer kurze Hosen, T-Shirt und Flip Flops egal welches Wetter gerade herrscht. Entweder sind die Europäer alle Softies oder haben zuwenig Muskelaufbau.
6. Es scheint nur 2 Sorten Kiwis zu geben, die sehr sportlichen Kiwis und die Fastfood- und Autoliebhaber, die schon manschmal enorme Körperausmaße annehmen können und ich weiß wovon ich rede-ich erinnere nur an die Arbeit im Krankenhaus.
7. Jeder Kiwi ist unheimlich hilfsbereit und nett, selbst die Polizei(in Deutschland nicht vorstellbar). Unser Seekajak-Guide hat einmal München besucht und sich abends in einer Bar mit einem Deutschen unterhalten wollen und wurde von diesem wie ein gestörten angeschaut und dann ignoriert.
8. Gesetze und Regeln scheinen hier eher Richtlinien zu sein an die sich keiner hält-findet man ein Schild mit "No Camping and Fire" dann ist daneben garantiert eine Feuerstelle mit Holz für den nächsten zu finden.
9. Alles ist groß in Neuseeland(zumindest was ich schon gesehen hab;) ! Die Bäume, Früchte und natürlich die Lebensmittelpackungen, dass was man bei uns nur in der Metro im Riesenpack bekommt ist hier die Familienbox im Supermarkt und die ist meist am günstigsten. Es kann also schon mal vorkommen, das man für 1 kg Käse weniger bezahlt als für ein halbes. Man fördert halt die Familiengründung mit solchen Angeboten.

Amazing Milford Sound

Wir beschlossen die Westküste zu verlassen und sind über einen 900m hohen Pass über die Alpen nach Wanaka gekommen. Auf dem Weg gab es noch mehrere interessante Stops, wie etwa die Dickschnabelpinguinkolonie, der wir einen Besuch abstatteten, wobei Kolonie hier übertrieben ist. Aber mit etwas zeitlichen Glück, es war nämlich gerade Ebbe, und einigen Kletterkünsten haben wir ein paar Felsen hinter uns gebracht und dann doch tatsächlich ein Pinguinpärchen beobachtet, dass gerade versuchte durch die Brandung zu kommen. Einer hat es geschafft und der Andere musste unverrichteter Dinge wieder zum Nest zurückkehren, welches nur durch eine waghalsige Kletterpartie zu erreichen war. Somit machte er sich auf den Weg, der offensichtlich direkt an uns vorbei führte und wir waren wirklich glücklich als er  in nur 2m Entfernung  herumstolperte und uns dabei nicht einmal bemerkte. Pinguine können einen nur in Bewegung ausmachen und da wir komplett still saßen und nur ab und zu das Klicken meiner Kamera zu hören war, haben wir ihn auch nicht gestört. Leider zogen wir uns bei dieser Aktion weitere 20 Sandfly Bisse zu aber das war es echt wert :).
In Wanaka erwartet uns auf einmal wirklich warmes Wetter um die 17°C und ein wirklich trockener und starker Föhnwind der uns und unsere Klamotten endlich trocknen ließ. Wir fanden dann auch einen wunderschönen DOC Campingplatz der mit Blick auf die Berg an einem Fluß außerhalb der Stadt lag und seine 7$ Übernachtungsgebühr definitiv wert war. Antje wollt in Wanaka gern Sky Diven aber leider war der Wind zu stark und sie konnte nicht starten und so ging es weiter in die echt überlaufene Touristenstadt Queenstown, die aber dennoch schöne Stellen hat und an einen echt idyllischen See liegt. Wir haben mal einen entspannten Tag verbracht und sind ein Stück um den See geschlendert um dann abends lecker zu kochen: Kartoffel mit Cream(Quark gibt es hier nämlich nicht und die haben auch noch nie davon gehört). Am nächsten Tag klingelte früh um 6 Uhr der Wecker für uns beide und es ging zum Hafen and dem unsere 13stündige Reise zum und im Milford Sound begann. Wir hatten einen echt abgefahrenen Bus, der wie der Zuschauersaal im Theater nach hinten anstieg, damit  jeder Fahrgast viel zu sehen bekam. Außerdem bestand der Bus zu 65% aus Glas, mit riesigen Dach-und Seitenfenstern. Begleitet wurde das Ganze von einem sehr redseligen Maoribusfahrer(Brownie), der eigentlich aus Rotorua stammt und eine Menge Wissenswertes an seine Fahrgäste weitergeben wollte. Seine Themen reichten von Politik, das Versagen des DOC bei der Bekämpfung der europäischen Plagepflanzen(die die einheimischen Pflanzen verdrängen) über Maorilegenden und natürlich der eigenen Lebensgeschichte, die mit einer Menge schwarzem Humor und seinem unvergesslichem Hexengelächter gespickt war-eine wahnsinnige Mischung.  Die Fahrt zum Milfordsound allein war ihr Geld schon wert, den man tauchte dabei tief in die Berge und die raue Landschaft des Fjördlandnationalparks ein aber die 3stündige Schiffsfahrt durch den Sound mit einem alten Segelschiff war dann noch der Gipfel des Tages. Wir hatten übrigens auch einen Lunch und Getränke soviel wir wollten inklusive und so haben sich die halbverhungerten ;) deutschen Mädels erstmal ordentlich mit Hot Choclate, Tee und Essen vollgestopft. Das Wetter wechselte zwischendrin von Regen auf Sonnenschein und eine steile Brise wehte uns um die Ohren, doch das Schmankel folgte als wir aufs offene Meer kamen und von den Bugwellen mehrfach komplett nassgespritzt wurden-"a Mords Gauddi". Glücklich und Müde kehrten wir  am Abend in unser Auto zurück-ein schöner Tag.
Queenstown

Auf dem Weg zum Milford Sound

Zwei Softies auf dem Meer

Milford Sound

Windy Angie

Segelboot aber mit Motorantrieb-beschiss!

Freitag, 2. Dezember 2011

Südinsel in voller Schönheit und Grausamkeit

Wellington "was pretty nice", wie der Kiwi sagt. Wir hatten ziemlich stürmisches aber sonniges Wetter und 16°C, was für "Windy Welli" schon ziemlich gut ist. Eine echt kleine Hauptstadt aber voller Leben und Energie. Nach ein oder zwei Weihnachtseinkäufen haben wir uns ein bisschen am Hafen niedergelassen und erstmal ein paar pubertierende Jungs beobachtet, die ihre  kürzlich erlangte Männlichkeit den zuschauenden kichernden Mädels demonstrieren mussten, indem sie in das sehr kalte Hafenwasser mit allerlei einfallsreichen Arschbomben sprangen. Das hat auch uns für eine Zeit lang amüsiert und so haben wir gleich mal unser Abendessen am Pier verspeist. Nachdem wir uns dann noch einen sehr schönen Schlafplatz über den Lichtern der Stadt gesichert hatten,gab es noch ein bisschen Wein auf der Aussichtsplatform, mit Blick auf Wellingtons Bucht bei Sonnenuntergang. Den nächsten Tag ging es via Fähre endlich auf die Südinsel, den Antje wollte ja schließlich ganz Neuseeland erkunden. Wir haben die 4stündige Fahrt ohne Seekrankheit überstanden, so das in Picton angekommen gleich erst einmal ein leckerer Butter Chicken Pie, sich seinen Weg in meinen Bauch  bahnte. In Picton wie auch Nelson gab es nur zwei kleine Zwischenstopps, da wir den Abel Tasman Nationalpark als Ziel hatten, da angekommen(Motueka)wurden wir Nachts von einem freundlichen Officer geweckt, der uns mitteilte, das wir hier nicht bleiben dürften, es sei denn wir wollen 400$ bezahlen.  Aber halb so schlimm-wir haben doch Tatsache noch einen besseren Schlafplatz um halb eins gefunden.
Die Südinsel lockt nur so mit Adventure-Tourismus-Angeboten und da beide Lust  nach etwas Aktivität verspürten haben wir uns für eine Seekajak-Tour entschieden(natürlich geführt), bei der es sogar Robben und einen kleinen süßen Blaupinguin zu sehen gab-war echt einfach und hat supi viel Spass gemacht, zumindest mir, weil ich vorn saß und somit der Chef fürs Tempo war. Ein Stück sind wir dann auf dem Costal Track zurückgewandert und wurden auch noch von einem echt rasanten See-Taxi abgeholt, dass dann mit dem Tracktor aus dem flachen Strand abtransportiert wurde-wie schräg.
Dann folgte Antjes Geburtstag, der von Regen, Regen und habe ich es schon erwähnt, Regen geprägt war und wir um die 500 km echt anstrengende Küstenstraßen bei tlw. 20m Sicht gefahren sind. Naja, wenigstens gab es zwischendurch mal einen heißen Kakao . Wir konnten sogar festgestellen, das die Landschaft eigentlich ganz schön sein muss, wir nur leider nichts davon sehen. Also schnell einen Schlafplatz gesucht, um dann eine furchtbare Nacht mit Millionen Sandflys zu verbringen(Wir merken die Auswirkungen noch ein Woche später). Dafür gab es den nächsten Tag eine sehr schöne, wenn auch kurze geführte Tour in den Franz-Josef-Gletscher mit Steigeisen und Regenjacke-und das Wetter hat auch so einigermaßen mitgespielt, wenn man bedenkt, dass es an der Westküste der Südinsel 280 Regentage im Jahr gibt und Milliarden Sandflys.
Abel Tasman - Seekajak

Westcoast-ja so kann es hier auch aussehen

Franz Josef Glacier
Pancake Rocks

Mt Cook in den Wolken

Freitag, 25. November 2011

Höllentour am Taranaki

Nächste Touriattraktion für uns sind die Waitomo Caves, in denen es Glühwürmchen(eigentlich die glühenden Larven der Pelzmücke), eine Menge Stalagniten und Stalagtiten und sogar Moa-Knochen(einer der größten flugunfähigen ausgestorbenen Vögel) zu sehen gab. Nach unzähligen Versuchen die Glühwürmchen zu fotografieren hatte unser Maori-Führer erbarmen mit uns und schickte uns per E-mail noch eine paar echt schöne Profi-Fotos. Dann haben wir noch eine kleine Wanderung durch die echt schönen mit Felsen gespickten typisch grünen Hügel unternommen, um mal wieder fest zustellen, dass hier auch bis vor kurzem der Hobbit gefilmt wurde-wenn das soweiter geht, brauch ich den Film nächstes Jahr nicht mehr in Kino schauen. Die anschließende Nacht haben wir auf einem kleinen Rastplatz am Forgotten World Highway verbracht und wurden nachts nochmal von betrunkenen Maoris geweckt, die beim Pinkelversuch kläglich scheiterten und mit den Worten "Shit" und "Fuck" fauchend ins Auto stiegen, zumal sie natürlich versuchten in unser Auto zu spähen aber es irgendwie nicht auf die Reihe bekamen. Den Tag danach waren wir 4h auf dem "Forgotten World Highway" unterwegs, der seinem Namen auf einer 40km langen Schotterstrecke und Dschungelartiger Landschaft alle Ehre macht-ein bisschen wie bei Jurasic Park. Somit erschien uns der Endort des Highways indem alles an Shakespear erinnert auch etwas grotesk, aber wenn er schon Stratford heißt(Stratford up on Avon in England ist ja der Geburtsort von Shakespeare, insofern man an seine Existenz glaubt). Deswegen sind wir gleich weiter zum Taranaki gefahren einem wunderschönen einsamen schneebedeckten Vulkan der sich noch vor der nächsten Küste erhebt und hatten uns vorgenommen ihn zumindest eine Stück in die Knie zu zwingen. Der Abend wurde erstmal mit netten Franzosen und Deutschen auf eiskalten 900m Höhe im Nationalpark verbracht, wo wir vor lauter Kälte(3°C) schon fast ein Feuer entfacht hätten aber das Erscheinen eines DOC-Mitarbeiters mit 20 Kindern  hat uns noch in letzter Minute an unsere gute Erziehung erinnerte, zumal es natürlich verboten war. Also nächsten früh bei noch klarem Wetter aus dem Bett gestiegen und mit Elan den kleineren Gipfel, der eigentlich schon Eisfrei sein sollte, in Angriff genommen. Nachdem wir festellen mussten, dass sich nicht nur der große Gipfel zunehmend in Wolken hüllte, sondern auch der Kleine und uns zunehmend starker Wind am Aufstieg hinderte, waren wir schon alle etwas frustriert aber ein in T-Shirt gekleidetes schweizer Pärchen meint:" Is nur noch a halbes Stündle bis zam Gipfel und ihr wollt doch nett schoon oofgamen!". Also weiter! Durch 10m Sicht und mittlerweile Regen kämpften wir uns bis 100 m unter dem Gipfel, dort  trafen wir auch den Basken wieder, der uns freundlich zu verstehen gab, dass der Gipfel nicht begehbar wäre, da alles noch vereist ist. Die Entscheidung war gefällt und wir kehrten um, da man sowieso auf diesem Track, der eher einer apokalyptischen Geröllhalde als einem Wanderweg glich, immer zwei Schritte nach vorn und einen zurück rutschte. Mittlerweile regnete es sogar auf dem Parkplatz, also nichts wie weg und auf  in den Süden, in diesem Falle Wanganui und von da aus weiter nach Wellington, denn leider war uns aufgrund von Schneestürmen auch das angeblich traumhafte Tongariro-Crossing vergönnt.
Waitomo Caves

Taranaki in voller und seltener Schönheit

Blick vom Taranaki

"Forgotten World Highway"

Sonntag, 20. November 2011

Ein fast perfekter Tag

Wir verliesen Coromandel Peninsula nach einen unsagbar unbefriedigenden Besuch des Hot Water Beach-da im Reiseführer falsche Angaben gemacht werden und man nur eine heiße Quelle im Sand durch das Graben eines Loches bei kompletter Ebbe finden kann. Offensichtlich hatten alle Touris den gleichen Reiseführer und waren so 2 h zu spät, also sind wir weiter da gefahren und haben uns noch ein paar niedliche Strände und die Cathedral Cove angeschaut. Da traffen wir auch die 2 Israelis wieder und haben von ihnen den Tip bekommen, auf dem Weg nach Rotorua einen Zwischenstopp in Matamata ein zulegen. Denn dort wurden die Hobbington-Szenen, also die Hobbithöhlen und die Geburtstagsfeier von Bilbo gedreht(für alle die nicht wissen wovon ich rede - es geht um die Herr der Ringe Filme). Zu unserer Überraschung war fast das ganze Set wie im Film erhalten und so fanden wir bei bestem Sonnenschein 17 Hobbithöhlen und  eine Hobbitmühle mit Steinbrücke vor. Das ganze Set wurde um weitere 7 Höhlen erweitert und  bis 5 Tage vor unserem Besuches wurde hier noch der Film "Der Hobbit" gedreht und somit war hier die letzten 6 Wochen Besuchsstop-haben wir ein Glück. Die Besitzer dieser wunderschöne Farm sind noch immer in erster Linie Schafzüchter und besitzen um die 10 000 Schafe, die in Ruhe auf dem riesigen Ländereien grasen und somit wurden wir aufgefordert, der Schärrung und Fütterung der Lämmer beizuwohnen. Leider ist es mir strikt verboten die Bilder vom Besuch ins Internet zu stellen, ich musste das sogar schriftlich bestätigen ansonsten kann einen New Line Cinema auf Unsummen verklagen, was sie übrigens schon mit Touris gemacht haben - also gibt es die Bilder erst zu Hause. Nun ging es aber endlich weiter nach Rotorua aber erst nach dem besten Pie, den ich bis jetzt in New Zealand gegessen habe(Butter Chicken mit Zwiebeln, Paprika in einer Blätterteigfüllung-könnte ich jeden Tag verputzen). Ansonsten ist das Essen hier nämlich ganz schön Fast Food lastig und deswegen kochen Antjeund ich  auch meistens selber Nudeln, Reis mit Gemüse und sogar schon Blinsen(lecker lecker :-)) und das alles auf meinem Kocher bei manchmal Orkanartigen Sturmboen.
In Rotorua angekommen wurde Antje zum ersten mal von der schwefelartigen Luft der Thermalquellen erfasst(riecht eigentlich nach verfaulten Eiern - kann an manchen Tagen echt extrem werden und dann scheint die ganze Stadt zu dampfen) . Wir haben nach langer Debatte entschieden in Thermal Wonderland zu fahren um das dampfende Ereigniss in seiner ganzen Farbenpracht zu sehen und vollkommen benebelt von dem Schwefel ins Auto zu steigen und dann noch eine Maori-Village, das direkt in der Stadt  und auf einigen heißen Quellen und an Hot Pools gelegen ist, zu besuchen. Dort haben wir echt viel über die Tätowierungen, Bestattungen und Bedeutung der Holzschnitzerein erfahren. Keines der Häuser dort hat einen Ofen oder gar einen Kochtopf den es gibt sogenannte Steaming Boxen, in die man sein Essen in Alufolie einegewickelt legt und 1h später das warme fertige Essen herausholt oder das Gemüse in Beutel eingewickelt in einem der Hot Pools reinhängt und dann nach paar Minuten gegart wieder herausholt. Außerdem ist das Wasser aus den Hot Pools  bis zu 65°C heiß und die Bewohner baden jeden Tag 2mal täglich nackt darin. Im Wasser sind von Natur aus geringe Mengen ätherischer Öle und Mineralien gelöst, was so ziemlich gegen alle Hautprobleme und rheumatischen Beschwerden hilf und außerdem muss man keinerlei Seife, Creme oder Shampoo benutzen und die älteren Bewohner dieses Dorfes hatten eine erstaunlich gute Haut-Antje und ich haben schon neidvoll überlegt umzusiedeln. Während userere echt nette Führerin versucht uns zu zeigen wie man früher aus Flachs Kleidung gemacht hat, fing es sogar an zu Hageln und sowas erlebt man in dieser Gegend so aller 50 Jahre mal und Schnee sieht man auch bloß aller 20 Jahre(wurde uns zumindest erzählt) und so war diese Wetterabnormalität sogar Hauptthema in den Nachrichten. Diesen beinah perfekten Tag haben wir dann noch mit einem heißen Bad in dem Kerosene Creek(von thermalquellen gespeisten heißen Fluß) abgeschlossen, indem wir nur eine Handvoll Kiwis trafen, da dieser Ort echt nur Einheimischen bekannt ist aber super schön, denn die Strömung gibt einem noch eine Massage und so kommt schon fast Whirlpool-Feeling auf . Preis dafür war nur, dass alles an uns wie vergorene Eier stank aber das war es wert. Danach sind wir noch an den nächsten See gefahren, haben uns lecker Nudeln gekocht und sind nach einer Folge Big Bang Theory ins Koma gefallen- Schnarrrrchhhhhhh
PS: Fotos folgen-das Internet in der Bibo ist ja soooooo langsam
Rotorua

Kerosene Creek und ein bisschen von Antje

Geysir bei Rotorua

Der Haka

Montag, 14. November 2011

Dreaming in Coromandel

Nach einem recht unbefriedigenden Zwischenstopp in Marine Reservat von Leigh  ging es weiter nach Auckland für einen Besuch des National-Museum , wo vorallem die Entwicklung, Geschichte und Lebensweise der Maoris im Vordergrund steht und wir uns sogar eine Lifeperformance gegönnt haben, bei der wir sogar eine sehr interessante Haka-Variante zu sehen gab(wer interesse am Haka hat-einfach mal bei Youtube" Haka" und  "All Blacks" eingeben). Da wir die Stadt sowieso passieren mussten um in Richtung Süden vorzudringen, war das ein willkommener Zwischenstop aber viel zu laut und unübersichtlich um da übernachten zu wollen. Also Abends noch weiter in Richtung Coromandel Peninsula, der Lieblingsurlaubsort der Auckländer und sehr touristisch ausgebaut für neuseeländische Verhältnisse. So fanden wir in Thames fast keinen Ort zum Übernachten, da uns von überall her "No Overnight Stay-Schilder" das Schlafen im Auto ausdrücklich verboten aber wir haben einfach auf dem Parkplatz vom Einkaufszentrum übernachtet, was übrigens genau gegenüber von der hiesigen Polizei war und wurden morgens nur etwas verwirrt von den ankommenden Warehouse-Mitarbeitern gemustert. Den nächsten Morgen sind wir zeitig aus unserem Bett gekrabelt um mal endlich die müden Knochen in Bewegung zu setzen und sind eine echt knieunfreundlich(wie Antje vorallem beim Abstieg feststellen musste) 5h Wandertour zu den Pinaccels im ...... Nationalpark gelaufen. Die Tour war gespickt mit wirklich hohen Stufen und einer Menge rutschiger Felsen sowie einer finalen Kletterpassage(hat mich irgendwie an die Sächsische Schweiz erinnert), was aber dennoch eine Menge Wanderer aus der ganzen Welt angezogen hat und so traf man sich auf dem Gipfel zum Plausch mit israelischen Kaffee(schmeckt für mich wie Jeder Kaffee-also beschissen aber das habe ich den Israelis natürlich nicht gesagt), Nutella-Broten und einer Frucht Namens Cherriemonya/Chilloe(sehr lecker-Danke an den Franzosen) und diskutierte über den schnellsten Gipfelstürmer-leider der Franzose, er war 40 min schneller als ich und dass obwohl ich die Tschechen und den Italiener überholt habe(Antje wollte sich dann etwas mehr Zeit lassen). Dieser schöne Sommertag wurde dann durch die Fahrt von Thames nach Coromandel Town besiegelt, wo ich das Vergnügen hatte eine der schönsten Straßen überhaupt zu fahren. Man stelle sich Felsen direkt bis zum Strand vor, die nur durch eine äußerst enge, stark gewundene Straße und kleine weißsandige Buchten mit den sonderbarsten Baumformationen vor-leider musste ich mich mal wieder extrem auf die Fahrbahn konzentrieren, den die Kiwis sitzen einem immer im Genick auf der Straße und man muss schon echt konzentriert sein bei den vielen Kurven.  In Coromandel Town angekommen, haben wir in einem niedlichen Hostel auf dem Hof übernachtet und am nächsten Morgen sogar noch 2 Beutel voll mit frischen saftigen Orangen geerntet, dank meines affenartigen Einsatzes am Baum(wie der Besitzer bemerkte).Somit ist dasas Müsli auch  gerettet, den Saft ist hier echt teuer und wer mich kennt der weiß ja, das ich keine Milch mag.
Predator of the Sea-Comorane

Wowwww 

Hiking to Pinnacles with Antje

View from Pinnacles

Samstag, 12. November 2011

Busy with Angie

Antje und ich sind gleich mal bis in das kleine Örtchen Orewa, das nördlich von Auckland liegt gefahren und haben ihr, wie auch mir eine kleine Pause und frisch gewaschene Wäsche in einer niedlichen Lodge gegönnt und sogar noch das hiesige Feuerwerk des Guy Fawkes Fireworks Day mit angeschaut-etwas mickrig wenn man die Feuerwerke aus Dresden kennt aber fürs Dorf echt sehenswert. Danach ging es Richtung Norden nach Pahia, dem Touriort schlechthin der Bay of Islands, wo wir verzweifelt nach einen Schlafplatz for free gesucht und dann endlich 7km entfernt an einem Golfplatz mit super Aussicht gefunden hatten. Denn hier begegnete ich das erstmal Schilder auf dem der Overnight-Stay im Auto verboten war und zwar überall.  Am nächsten Tag haben wir uns erstmal eine 4stündige Schiffsfahrt in der Bay of Islands gegönnt und dabei Delfine gesehen und haben sogar das Whole in the Rock mit dem Schiff passiert, wobei erwähnt werden sollte, dass dieses von den Gezeiten geschaffene riesige Loch in einer Felseninsel nur 2m breiter war als unser Schiff und dann noch voller Wellengang-ujujuuuu. Es war natürlich sehr windig und auch ganz schön kalt so dass wir uns Abends mit einer Menge Wein und Bier(vorallem ich) bei Susan und Pieter im Hostel aufgewärmt haben. Beide hatte ich innerhalb der ersten Tage in Auckland kennen und mögen gelernt und war dann mit Pieter auf einen White Russian in Pahia verabredet als ich Susan noch zuvor in der Stadt traff und sich herausstellte, das die beiden jetzt seit 3 Wochen ein Paar sind-verücckkkkt. Naja, also habe ich mich nach 3-4 Stunden Schlaf aus meinen Auto-Bett gequält, denn ich und Pieter mussten ja unbedingt bis zum Morgengrauen quatschen, während alle schon schliefen-aber schön war es halt. Also nun konzentrieren und mit Vollgas nach Kaitaia düsen um noch den Bus um 9 Uhr morgens(welch unchristliche Zeit, aber die Kiwis sind eben Frühaufsteher) zu nehmen, der uns dann innerhalb von 8 Stunden bis zum Cape Reigna, den nördlichsten Punkt von Neuseeland bringt. Dieser Bus war ein altes Auslaufmodell der 70er Jahre, kombiniert mit einem 50jährigen Maorifahrer, der gleichzeitig unser Führer war und uns eine Menge interessanter  Dinge über die Bäume, Orte und die Maorikultur erzählte. Zum Mittag gab es zwar etwas undefinierte Brötchen aber sonst war es gut. Ich hatte natürlich etwas Probleme mich munter zu halten und leider hat es mir auf der Fahrt auch 2mal den Magen umgestülpt aber ich habe mich mit Tüte in der Hand wacker geschlagen  und konnte dann sogar noch das Abschiedslied unseres Fahrers genießen(natürlich in Maori). Wir sind auch den 90Miles Beach bei Ebbe langgefahren und haben nach Muscheln gegraben und wer darauf steht hat sich diese Geschmacksverirrungen beutelweiße mit nach Hause genommen-wir natürlich nicht. Mir war ja auch schon schlecht!
Danach ging es erstmal in Hostel für eine Nacht und dann weiter durch einige Nationalparks in Richtung Süden um die Kauri Bäume(echte Urwaldriesen) zu sehen. Allen voran Tane Mahuta(um mal etwas Maori Sprache einzubauen), was der größte lebende Kauri Baum ist den man noch in New Zealand findet und ungefähr im Jahre Null aus seinem Samen schlüpfte-gut das ich ein Weitwinkel Objektiv hatte :)
Wie ihr sicher bemerkt habt geht es jetzt wesentlich struckturierter zur Sache, seit Antje an meiner Seite ist. Ich muss zugeben es war hart für mich von dem entspannten Kiwi-Lifestyle den ich mit Dami hatte auf Antje soviel- wie-möglich-in -4- Wochen -Attitüde umzusteigen aber nach 4 Tagen habe ich es geschafft. Es war aber auch hilfreich, dass mein Auto jetzt schon wirklich ein echtes Heim für mich ist, vorallem da wir mit Hilfe des Warehouse(ein echt günstiges Einkaufswonderland, in dem wirklich alles erhältlich ist) mein Auto noch mehr modifiziert haben-Stolz. Ich scheine jetzt auch alle anfänglichen Kränkeleien wie Erkältung und Magen-Darm-Infekte dank Muttis Propolis und natürlich den Pulsnitzer Lebkuchen aus der Heimat in den Griff bekommen zu haben-Vielmals Danke an zu Hause!!!!
A Hole in the Rock

At biggest nature Harbour 

Tane Mahuta

Bay of Islands

Windy Weather on the Boat

Lupe herausholen, dass soll ein Delfin sein :)

Relaxing at the Beach

On the Mount

Mt Maunganui
Juhuuuu,wir(Dami und ich) haben den Mount Maunganui bestiegen und obwohl dieser nur knapp 300m hoch ist hat es dennoch 40min gedauert und wir wurden zu unserem Verwunderung  von so manchem Jogger, der diesen Anstieg scheinbar als tägliche Übungsstrecke benutz, überholt. Ist auch kein Wunder den die Neuseeländer sind ein Volk, dass sich in 2 Kategorien spaltet: da wäre der sportliche Kiwi der jeden Tag der körperlichen Betätigung fröhnt, egal ob Joggen, Surfen, Fußball, Rugby, Kajak, Klettern ….. und der träge und meist auch sehr korpulente Kiwi, der mehr dem Burgern, Barbecue oder Fish and Chips zugetan ist. So wurden wir früh im Auto meist schon von Joggern umkreist bevor wir überhaupt erwacht waren, dannach folgten die doch recht angenehm anzusehenden, meist männlichen Surferhorden. Aber wir haben uns nicht beirren lassen und haben fleißig weitergeschlafen, dannach gab es bei guten Wetter erstmal Frühstück am Strand  und eine geringfügige Planung für den Tag. Dann sind wir doch nicht etwa beim Besuch der hiesigen Hot Pools dem All Blacks Nationalspieler Cory Jane und seiner ganzen Gefolgschaft in die Arme geschwommen, nur hatten wir dies erst einen Tag später festgestell, als wir sein Gesicht auf einem Klatschblatt wieder erkannten und haben uns ganz schön in den Hintern gebissen, dass wir kein Autogramm abgestaubt hatten-obwohl er sogar kurz zwei Worte mit uns gewechselt hat und uns immer sehr freundlich entgegenlächelte – was für ein total sympathischer Mann(Schmelz). Ansonsten wurden wir schnell von Wolke Sieben zurück geholt, als es die nächsten 2 Tage komplett regnete und wir beide eine Erkältung bekamen, was die Stimmung schon enorm gedrückt hat. Dennoch sind wir  beim nächstbesten Wetter auch direkt nach Kawerau( einer  echt langweilig Kleinstadt) gefahren um den Terawera Falls Track zu wandern, bei dem während eines Vulkanausbruches, sich durch die Lava  ein neure unterirdischer Fluß entwickelt hat, der dann in den imposanten Terawera Falls mündet. Dannach wollten wir eigentlich in Kawerau übernachten aber Dami fühlte sich so unwohl, denn wir wurden von den ausschließlichen Maoribewohnern wie exotische Tiere angschaut, denn offensichtlich findet kaum ein Touri den Weg in diesen Ort und dann doch gleich garkeine Blonder aber sobald man irgendetwas fragt sind sofort wieder alle total freundlich. Dann waren wir halt mal die Attraktion. Am nächsten Tag endete dann auch die gemeinsame Zeit mit Dami und ich bin wie ein Wiesel nach Auckland zurückgedüst um Antje vom Flughafen abzuholen.
Halloween 

Terawera Paradies

Cory Jane    


Sonntag, 30. Oktober 2011

Achtung!! Isa im Straßenverkehr


Meine letzten Tage in der Waterfront Lodge von Napier habe ich mit Autokauf und Film schauen verbracht. Getrunken wurde natürlich auch so einiges, zumal die Gesellschaft wirklich supi war, den einige der Backpacker sind genauso wie ich 1 Woche oder mehr dagwesen und da lernt man sich schon mal bischen kennen-war schon fast wie eine WG-Familie für mich. Dann checkte noch eine aufgedrehte, leicht verrückt aber sehr liebenswerte Berlinerin für 2 Nächte im Hostel ein mit der ich die erste Fahrt in nem Automatik-Auto überlebt habe und die sich dann spontan entschied mit nach Tauranga bzw. Mt Maunganui zu kommen.
 Aber zunächst zur ersten Autofahrt auf den Straßen von Napier: Wie ihr ja wisst fährt man in Deutschland hauptsächlich manuell schaltbare Autos und benutzt beide Füße für die Pedale, dabei ist der Rechte nur für die Kupplung zuständig und der Linke übernimmt Gas und Bremse. Bei einem Automatik hat man aber nur zwei Pedale, nämlich Gas und Bremse, wenn man nun aber während der Fahrt auf der linken Seite den Automatismus im linken Fuß hat die Kupplung durchtreten zu wollen, macht man erstmal eine Gefahrenbremsung. Das ist am Anfang noch ganz lustig, vorallem wenn keiner hinter einem fährt aber dann entscheidet man sich doch endlich nur einen Fuß zu benutzen da der Linke wirklich kein Gefühl besitzt die Bremse sanft zu betätigen – ach und immer schön links fahren. Deswegen konnte ich auch auf meiner ersten größeren Fahrt nach Tauranga nicht Englisch mit Dami reden weil mich die echt kurvigen und hügeligen Straßen, sowie die total verrückten Trucker volle Konzentration kosteten. Schade eigentlich weil wir uns entschlossen hatten nur oder fast nur Englisch zu sprechen-den immerhin hatte ich 9 Tage eine Zimmergenossen aus Manchester(Cullum). Dami erwies als sehr angenehme Mitfahrerin und hat das Radio immer wieder repariert und versucht bei den Schildern eine Hilfe zu sein, wobei wir feststellten, dass wir beide keine Orientierungskönige sind. Aber naja wir bleiben relaxt wie die Kiwis.  Dami ist schon seit 3 Monaten in Neuseeland und hat demzufolge auch schon paar Bekanntschaften gemacht, also gab es erstmal einen Abstecher nach Rotorua wo wir Paul(einen echten Kiwi besuchten und die zu finden ist echt selten)der mir gleich mal bei der Transformation meines Mitsubishi Chariot  von einem Soccer-Mummi-Car in eine Schlafenklave geholfen hat. Nachdem ich die Matraze passend auf die Autogeometrie zugeschnitten habe, ist es echt gemütlich.
 In Rotorua war leider schlechtes Wetter, aber dafür gab es noch einen entspannten Abend in der Lava-Bar mit Ben und Javier aus Argentinien-habe gleich mal bisschen Spanisch geübt.Leider habe ich verpasst mir eine Gratismassage geben zu lassen den Javier ist Massage-Therapeut in der Polynesian Spa-aber vielleicht kommt man ja nochmal nach Rotorua. Nachdem meine Autobatterie am nächsten Morgen aus unerfindlichen Gründen leer war und uns ein Maori Starthilfe gegeben hatte, haben wir die Batterie checken lassen und eine neue gekauft-besser ists. Tauranga ist zwar relativ schön aber teuer also sind wir den nächsten Tag nach Mount weitergefahren und haben auch gleich den Gipfel der Stadt erklommen, natürlich mit Meerblick-sooooooooo romantisch. Shoppen waren wir auch schon aber keine Sorge, dafür haben wir seit 4 Tagen nur Geld für Essen ausgegeben- die Spartricks erklär ich ein Andermal. Außerdem sind die Strände hier noch teilweise geschlossen von der Ölkatastrophe auch wenn man nur wenige Spuren davon findet, bis auf die Schilder und manchmal Weißgekleidete Reinigungsmännlein die den Strand durchkämen. Seit dem 25.10. gehen die Surfer auch wieder ins Wasser und man findet sie in rudelartigen Zusammenrottungen am Strand vor. Mal schauen ob ich Zeit finde mal bei einer Reinigungsaktion am Strand teilzunehmen natürlich ehrenamtlich-Bezahlung gibt es leider nicht, wäre aber trotzdem interessant.
Wir sind ein echt gutes Gespann lachen viel und quasseln und machen  ne Menge dummes Zeug. Endprädikat: Dami ist schon echt dufte und lernt fleißig Olaf Schubert-Sächsisch und natürlich Denglisch, des Deutschen Lieblingssprache in Neuseeland.
Also bis bald und geniest das Leben ebenso wie ich  Doppelgrins
Linke Seite, Liiiinke Seite!!!!
So a bissl Nature
Määääähh