Freitag, 2. Dezember 2011

Südinsel in voller Schönheit und Grausamkeit

Wellington "was pretty nice", wie der Kiwi sagt. Wir hatten ziemlich stürmisches aber sonniges Wetter und 16°C, was für "Windy Welli" schon ziemlich gut ist. Eine echt kleine Hauptstadt aber voller Leben und Energie. Nach ein oder zwei Weihnachtseinkäufen haben wir uns ein bisschen am Hafen niedergelassen und erstmal ein paar pubertierende Jungs beobachtet, die ihre  kürzlich erlangte Männlichkeit den zuschauenden kichernden Mädels demonstrieren mussten, indem sie in das sehr kalte Hafenwasser mit allerlei einfallsreichen Arschbomben sprangen. Das hat auch uns für eine Zeit lang amüsiert und so haben wir gleich mal unser Abendessen am Pier verspeist. Nachdem wir uns dann noch einen sehr schönen Schlafplatz über den Lichtern der Stadt gesichert hatten,gab es noch ein bisschen Wein auf der Aussichtsplatform, mit Blick auf Wellingtons Bucht bei Sonnenuntergang. Den nächsten Tag ging es via Fähre endlich auf die Südinsel, den Antje wollte ja schließlich ganz Neuseeland erkunden. Wir haben die 4stündige Fahrt ohne Seekrankheit überstanden, so das in Picton angekommen gleich erst einmal ein leckerer Butter Chicken Pie, sich seinen Weg in meinen Bauch  bahnte. In Picton wie auch Nelson gab es nur zwei kleine Zwischenstopps, da wir den Abel Tasman Nationalpark als Ziel hatten, da angekommen(Motueka)wurden wir Nachts von einem freundlichen Officer geweckt, der uns mitteilte, das wir hier nicht bleiben dürften, es sei denn wir wollen 400$ bezahlen.  Aber halb so schlimm-wir haben doch Tatsache noch einen besseren Schlafplatz um halb eins gefunden.
Die Südinsel lockt nur so mit Adventure-Tourismus-Angeboten und da beide Lust  nach etwas Aktivität verspürten haben wir uns für eine Seekajak-Tour entschieden(natürlich geführt), bei der es sogar Robben und einen kleinen süßen Blaupinguin zu sehen gab-war echt einfach und hat supi viel Spass gemacht, zumindest mir, weil ich vorn saß und somit der Chef fürs Tempo war. Ein Stück sind wir dann auf dem Costal Track zurückgewandert und wurden auch noch von einem echt rasanten See-Taxi abgeholt, dass dann mit dem Tracktor aus dem flachen Strand abtransportiert wurde-wie schräg.
Dann folgte Antjes Geburtstag, der von Regen, Regen und habe ich es schon erwähnt, Regen geprägt war und wir um die 500 km echt anstrengende Küstenstraßen bei tlw. 20m Sicht gefahren sind. Naja, wenigstens gab es zwischendurch mal einen heißen Kakao . Wir konnten sogar festgestellen, das die Landschaft eigentlich ganz schön sein muss, wir nur leider nichts davon sehen. Also schnell einen Schlafplatz gesucht, um dann eine furchtbare Nacht mit Millionen Sandflys zu verbringen(Wir merken die Auswirkungen noch ein Woche später). Dafür gab es den nächsten Tag eine sehr schöne, wenn auch kurze geführte Tour in den Franz-Josef-Gletscher mit Steigeisen und Regenjacke-und das Wetter hat auch so einigermaßen mitgespielt, wenn man bedenkt, dass es an der Westküste der Südinsel 280 Regentage im Jahr gibt und Milliarden Sandflys.
Abel Tasman - Seekajak

Westcoast-ja so kann es hier auch aussehen

Franz Josef Glacier
Pancake Rocks

Mt Cook in den Wolken

2 Kommentare:

  1. bloody sandflys... da habt ihr die pancake rocks in punakaiki wohl gar nicht gesehen? gruß, bruder.

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  2. O doch aber bei echtem Mistwetter, hab ich gleich mal unterschlagen aber wenn ich alles berichten würde, wird man ja garnicht fertig;)
    So kleiner Bruder oder sollte ich Muzzel sagen, da du ja offensichtlich fleißig meinen Blog liest und auch schon schreiben kannst, darfst du gern sinnfreie Kommentare in diesen Blog stellen-das ist auch ganz leicht;) Bis dahin drück ich natürlich beide Brüder

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