Nächste Touriattraktion für uns sind die Waitomo Caves, in denen es Glühwürmchen(eigentlich die glühenden Larven der Pelzmücke), eine Menge Stalagniten und Stalagtiten und sogar Moa-Knochen(einer der größten flugunfähigen ausgestorbenen Vögel) zu sehen gab. Nach unzähligen Versuchen die Glühwürmchen zu fotografieren hatte unser Maori-Führer erbarmen mit uns und schickte uns per E-mail noch eine paar echt schöne Profi-Fotos. Dann haben wir noch eine kleine Wanderung durch die echt schönen mit Felsen gespickten typisch grünen Hügel unternommen, um mal wieder fest zustellen, dass hier auch bis vor kurzem der Hobbit gefilmt wurde-wenn das soweiter geht, brauch ich den Film nächstes Jahr nicht mehr in Kino schauen. Die anschließende Nacht haben wir auf einem kleinen Rastplatz am Forgotten World Highway verbracht und wurden nachts nochmal von betrunkenen Maoris geweckt, die beim Pinkelversuch kläglich scheiterten und mit den Worten "Shit" und "Fuck" fauchend ins Auto stiegen, zumal sie natürlich versuchten in unser Auto zu spähen aber es irgendwie nicht auf die Reihe bekamen. Den Tag danach waren wir 4h auf dem "Forgotten World Highway" unterwegs, der seinem Namen auf einer 40km langen Schotterstrecke und Dschungelartiger Landschaft alle Ehre macht-ein bisschen wie bei Jurasic Park. Somit erschien uns der Endort des Highways indem alles an Shakespear erinnert auch etwas grotesk, aber wenn er schon Stratford heißt(Stratford up on Avon in England ist ja der Geburtsort von Shakespeare, insofern man an seine Existenz glaubt). Deswegen sind wir gleich weiter zum Taranaki gefahren einem wunderschönen einsamen schneebedeckten Vulkan der sich noch vor der nächsten Küste erhebt und hatten uns vorgenommen ihn zumindest eine Stück in die Knie zu zwingen. Der Abend wurde erstmal mit netten Franzosen und Deutschen auf eiskalten 900m Höhe im Nationalpark verbracht, wo wir vor lauter Kälte(3°C) schon fast ein Feuer entfacht hätten aber das Erscheinen eines DOC-Mitarbeiters mit 20 Kindern hat uns noch in letzter Minute an unsere gute Erziehung erinnerte, zumal es natürlich verboten war. Also nächsten früh bei noch klarem Wetter aus dem Bett gestiegen und mit Elan den kleineren Gipfel, der eigentlich schon Eisfrei sein sollte, in Angriff genommen. Nachdem wir festellen mussten, dass sich nicht nur der große Gipfel zunehmend in Wolken hüllte, sondern auch der Kleine und uns zunehmend starker Wind am Aufstieg hinderte, waren wir schon alle etwas frustriert aber ein in T-Shirt gekleidetes schweizer Pärchen meint:" Is nur noch a halbes Stündle bis zam Gipfel und ihr wollt doch nett schoon oofgamen!". Also weiter! Durch 10m Sicht und mittlerweile Regen kämpften wir uns bis 100 m unter dem Gipfel, dort trafen wir auch den Basken wieder, der uns freundlich zu verstehen gab, dass der Gipfel nicht begehbar wäre, da alles noch vereist ist. Die Entscheidung war gefällt und wir kehrten um, da man sowieso auf diesem Track, der eher einer apokalyptischen Geröllhalde als einem Wanderweg glich, immer zwei Schritte nach vorn und einen zurück rutschte. Mittlerweile regnete es sogar auf dem Parkplatz, also nichts wie weg und auf in den Süden, in diesem Falle Wanganui und von da aus weiter nach Wellington, denn leider war uns aufgrund von Schneestürmen auch das angeblich traumhafte Tongariro-Crossing vergönnt.
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| Waitomo Caves |
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| Taranaki in voller und seltener Schönheit |
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| Blick vom Taranaki |
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| "Forgotten World Highway" |
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