Sonntag, 20. November 2011

Ein fast perfekter Tag

Wir verliesen Coromandel Peninsula nach einen unsagbar unbefriedigenden Besuch des Hot Water Beach-da im Reiseführer falsche Angaben gemacht werden und man nur eine heiße Quelle im Sand durch das Graben eines Loches bei kompletter Ebbe finden kann. Offensichtlich hatten alle Touris den gleichen Reiseführer und waren so 2 h zu spät, also sind wir weiter da gefahren und haben uns noch ein paar niedliche Strände und die Cathedral Cove angeschaut. Da traffen wir auch die 2 Israelis wieder und haben von ihnen den Tip bekommen, auf dem Weg nach Rotorua einen Zwischenstopp in Matamata ein zulegen. Denn dort wurden die Hobbington-Szenen, also die Hobbithöhlen und die Geburtstagsfeier von Bilbo gedreht(für alle die nicht wissen wovon ich rede - es geht um die Herr der Ringe Filme). Zu unserer Überraschung war fast das ganze Set wie im Film erhalten und so fanden wir bei bestem Sonnenschein 17 Hobbithöhlen und  eine Hobbitmühle mit Steinbrücke vor. Das ganze Set wurde um weitere 7 Höhlen erweitert und  bis 5 Tage vor unserem Besuches wurde hier noch der Film "Der Hobbit" gedreht und somit war hier die letzten 6 Wochen Besuchsstop-haben wir ein Glück. Die Besitzer dieser wunderschöne Farm sind noch immer in erster Linie Schafzüchter und besitzen um die 10 000 Schafe, die in Ruhe auf dem riesigen Ländereien grasen und somit wurden wir aufgefordert, der Schärrung und Fütterung der Lämmer beizuwohnen. Leider ist es mir strikt verboten die Bilder vom Besuch ins Internet zu stellen, ich musste das sogar schriftlich bestätigen ansonsten kann einen New Line Cinema auf Unsummen verklagen, was sie übrigens schon mit Touris gemacht haben - also gibt es die Bilder erst zu Hause. Nun ging es aber endlich weiter nach Rotorua aber erst nach dem besten Pie, den ich bis jetzt in New Zealand gegessen habe(Butter Chicken mit Zwiebeln, Paprika in einer Blätterteigfüllung-könnte ich jeden Tag verputzen). Ansonsten ist das Essen hier nämlich ganz schön Fast Food lastig und deswegen kochen Antjeund ich  auch meistens selber Nudeln, Reis mit Gemüse und sogar schon Blinsen(lecker lecker :-)) und das alles auf meinem Kocher bei manchmal Orkanartigen Sturmboen.
In Rotorua angekommen wurde Antje zum ersten mal von der schwefelartigen Luft der Thermalquellen erfasst(riecht eigentlich nach verfaulten Eiern - kann an manchen Tagen echt extrem werden und dann scheint die ganze Stadt zu dampfen) . Wir haben nach langer Debatte entschieden in Thermal Wonderland zu fahren um das dampfende Ereigniss in seiner ganzen Farbenpracht zu sehen und vollkommen benebelt von dem Schwefel ins Auto zu steigen und dann noch eine Maori-Village, das direkt in der Stadt  und auf einigen heißen Quellen und an Hot Pools gelegen ist, zu besuchen. Dort haben wir echt viel über die Tätowierungen, Bestattungen und Bedeutung der Holzschnitzerein erfahren. Keines der Häuser dort hat einen Ofen oder gar einen Kochtopf den es gibt sogenannte Steaming Boxen, in die man sein Essen in Alufolie einegewickelt legt und 1h später das warme fertige Essen herausholt oder das Gemüse in Beutel eingewickelt in einem der Hot Pools reinhängt und dann nach paar Minuten gegart wieder herausholt. Außerdem ist das Wasser aus den Hot Pools  bis zu 65°C heiß und die Bewohner baden jeden Tag 2mal täglich nackt darin. Im Wasser sind von Natur aus geringe Mengen ätherischer Öle und Mineralien gelöst, was so ziemlich gegen alle Hautprobleme und rheumatischen Beschwerden hilf und außerdem muss man keinerlei Seife, Creme oder Shampoo benutzen und die älteren Bewohner dieses Dorfes hatten eine erstaunlich gute Haut-Antje und ich haben schon neidvoll überlegt umzusiedeln. Während userere echt nette Führerin versucht uns zu zeigen wie man früher aus Flachs Kleidung gemacht hat, fing es sogar an zu Hageln und sowas erlebt man in dieser Gegend so aller 50 Jahre mal und Schnee sieht man auch bloß aller 20 Jahre(wurde uns zumindest erzählt) und so war diese Wetterabnormalität sogar Hauptthema in den Nachrichten. Diesen beinah perfekten Tag haben wir dann noch mit einem heißen Bad in dem Kerosene Creek(von thermalquellen gespeisten heißen Fluß) abgeschlossen, indem wir nur eine Handvoll Kiwis trafen, da dieser Ort echt nur Einheimischen bekannt ist aber super schön, denn die Strömung gibt einem noch eine Massage und so kommt schon fast Whirlpool-Feeling auf . Preis dafür war nur, dass alles an uns wie vergorene Eier stank aber das war es wert. Danach sind wir noch an den nächsten See gefahren, haben uns lecker Nudeln gekocht und sind nach einer Folge Big Bang Theory ins Koma gefallen- Schnarrrrchhhhhhh
PS: Fotos folgen-das Internet in der Bibo ist ja soooooo langsam
Rotorua

Kerosene Creek und ein bisschen von Antje

Geysir bei Rotorua

Der Haka

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