Montag, 5. Dezember 2011

Amazing Milford Sound

Wir beschlossen die Westküste zu verlassen und sind über einen 900m hohen Pass über die Alpen nach Wanaka gekommen. Auf dem Weg gab es noch mehrere interessante Stops, wie etwa die Dickschnabelpinguinkolonie, der wir einen Besuch abstatteten, wobei Kolonie hier übertrieben ist. Aber mit etwas zeitlichen Glück, es war nämlich gerade Ebbe, und einigen Kletterkünsten haben wir ein paar Felsen hinter uns gebracht und dann doch tatsächlich ein Pinguinpärchen beobachtet, dass gerade versuchte durch die Brandung zu kommen. Einer hat es geschafft und der Andere musste unverrichteter Dinge wieder zum Nest zurückkehren, welches nur durch eine waghalsige Kletterpartie zu erreichen war. Somit machte er sich auf den Weg, der offensichtlich direkt an uns vorbei führte und wir waren wirklich glücklich als er  in nur 2m Entfernung  herumstolperte und uns dabei nicht einmal bemerkte. Pinguine können einen nur in Bewegung ausmachen und da wir komplett still saßen und nur ab und zu das Klicken meiner Kamera zu hören war, haben wir ihn auch nicht gestört. Leider zogen wir uns bei dieser Aktion weitere 20 Sandfly Bisse zu aber das war es echt wert :).
In Wanaka erwartet uns auf einmal wirklich warmes Wetter um die 17°C und ein wirklich trockener und starker Föhnwind der uns und unsere Klamotten endlich trocknen ließ. Wir fanden dann auch einen wunderschönen DOC Campingplatz der mit Blick auf die Berg an einem Fluß außerhalb der Stadt lag und seine 7$ Übernachtungsgebühr definitiv wert war. Antje wollt in Wanaka gern Sky Diven aber leider war der Wind zu stark und sie konnte nicht starten und so ging es weiter in die echt überlaufene Touristenstadt Queenstown, die aber dennoch schöne Stellen hat und an einen echt idyllischen See liegt. Wir haben mal einen entspannten Tag verbracht und sind ein Stück um den See geschlendert um dann abends lecker zu kochen: Kartoffel mit Cream(Quark gibt es hier nämlich nicht und die haben auch noch nie davon gehört). Am nächsten Tag klingelte früh um 6 Uhr der Wecker für uns beide und es ging zum Hafen and dem unsere 13stündige Reise zum und im Milford Sound begann. Wir hatten einen echt abgefahrenen Bus, der wie der Zuschauersaal im Theater nach hinten anstieg, damit  jeder Fahrgast viel zu sehen bekam. Außerdem bestand der Bus zu 65% aus Glas, mit riesigen Dach-und Seitenfenstern. Begleitet wurde das Ganze von einem sehr redseligen Maoribusfahrer(Brownie), der eigentlich aus Rotorua stammt und eine Menge Wissenswertes an seine Fahrgäste weitergeben wollte. Seine Themen reichten von Politik, das Versagen des DOC bei der Bekämpfung der europäischen Plagepflanzen(die die einheimischen Pflanzen verdrängen) über Maorilegenden und natürlich der eigenen Lebensgeschichte, die mit einer Menge schwarzem Humor und seinem unvergesslichem Hexengelächter gespickt war-eine wahnsinnige Mischung.  Die Fahrt zum Milfordsound allein war ihr Geld schon wert, den man tauchte dabei tief in die Berge und die raue Landschaft des Fjördlandnationalparks ein aber die 3stündige Schiffsfahrt durch den Sound mit einem alten Segelschiff war dann noch der Gipfel des Tages. Wir hatten übrigens auch einen Lunch und Getränke soviel wir wollten inklusive und so haben sich die halbverhungerten ;) deutschen Mädels erstmal ordentlich mit Hot Choclate, Tee und Essen vollgestopft. Das Wetter wechselte zwischendrin von Regen auf Sonnenschein und eine steile Brise wehte uns um die Ohren, doch das Schmankel folgte als wir aufs offene Meer kamen und von den Bugwellen mehrfach komplett nassgespritzt wurden-"a Mords Gauddi". Glücklich und Müde kehrten wir  am Abend in unser Auto zurück-ein schöner Tag.
Queenstown

Auf dem Weg zum Milford Sound

Zwei Softies auf dem Meer

Milford Sound

Windy Angie

Segelboot aber mit Motorantrieb-beschiss!

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