Montag, 12. Dezember 2011

Antjes Abschied

Bevor Antje nach good old Germany zurück kehrt, wollte sie nochmal am größten Berg von Neuseeland vorbeischauen, damit war die Entscheidung gefällt und es ging von Dunedin über Twizel zum Mt Cook Village und auf dem Weg entdeckten wir noch eine Strawberry Orchard, wo ich für 6$ ein Kilo Erdbeeren erstand. Antje meinte auch gleich, wann kann man schon mal im Dezember Erdbeeren essen-jam jam. Nach einem sehr sonnigen Autofahrtag haben wir auf einen sehr schönen Zeltplatz 20km vorm Mt Cook Village übernachtet, nochmal Wäsche gewaschen und ein supi leckeres Resteessen zubereitet, sogar andere Camper schauten neidisch auf unseren Kartoffel-Zwiebel-Brokkoli-Tomate-Ei-Käse-Auflauf. Leider war keine Führung bzw. Begehung des Ovatoriums mehr möglich, obwohl mich der südliche Sternhimmel schon sehr interresiert hat aber eine riesige Gruppe Japaner hatte das ganze ausgebucht und ihre Führung war auch nur in japanisch und das versteht man ja nun wirklich garnicht. Also ging es erst den nächsten Tag ins Sir-Edmund-Hillary-Center, wo man allerlei über die Erschließung der Southern Alps und die Entwicklung des Bergsteigens und der Bergrettung erfuhr. Leider war keine Zeit mehr für eine richtige Wandertour und schon ging es weiter zum nächsten und letzten Stop von Antje. Wir kamen in Christchurch an und waren sehr überrascht als wir feststellen mussten, dass die schweren Erdbeben im letzten Jahr einen immensen Schaden angerichtet hatten. Die alte Innenstadt ist komplett abgeriegelt und man darf sie nur mit einer Sondergenehmigung begehen. Wahrscheinlich wird nichts davon mehr am ursprünglichen Boden aufgebaut, da man auf dem wohl sehr sandigen Boden nicht erdbebenfest bauen kann-obwohl mich ein Kiwi, wegen meiner Herkunft und dem Wiederaufbau der Frauenkirche, in eine Unterhaltung verwickelte. Denn man zieht den Wiederaufbau in Dresden als ein Positivbeispiel heran um die Kathedrale in Christchurch wieder auf zubauen aber die Ursachen der Zerstörung sind total unterschiedlich und es ist eine sehr umstrittenes Thema. Zumal ich ihn erzählte, dass wir in DD keinerlei Mahnmal an den Krieg und seine Folgen haben und die Ruine der Kirche immer die Geschichte in Erinnerung rief und ich das eigentlich ganz gut fand. Aber das sind ja schon mal 2 völlig unterschiedliche Gründe warum die Kirchen jeweils zerstört wurden.
Nächsten Tag sind Antje und ich jedenfalls noch in das Antartic Center gegangen, haben uns nochmal Pinguine und allerlei Wissenswertes über  das Leben und die Beschaffenheit der Antarktis angeschaut und auch ein bischen am eigenen Leib erfüllt-ich sag nur Eissturm in Eiskammer und ne Fahrt mit einem Schneepanzer. War echt lustig und interessant aber nach 3h lief unsere Zeit ab und ich habe Antje noch zum Flughafen gebracht und so endete unsere gemeinsame Zeit und Antje, wie auch ich, konnten nicht glauben, dass es wirklich 4 Wochen waren.
Mt Cook

 same same but different

Mt Cook

Lake Tekapo

Christchurch

Christchurch

Snowtank 

1 Kommentar:

  1. an der kleinen kirche sind wir damals gar nicht vorbeigefahren :( aber hey, wir haben ja genug zeit in die prärie zu fahren, wenn keine welle geht :D

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