Seit dem 4. Dezember habe ich mich in Kaikoura häuslich niedergelassen und die ersten 2 Wochen eher gefaulenzt und die wenigen Sehenswürdigkeiten, die kostenlos sind genossen. Ich war glücklich, gleich am zweiten Tag ein Hostel/Motel/Zeltplatz gefunden zu haben, indem ich für Unterkunft jeden Tag 1 1/2h putzen kann. Mittlerweile hab ich hier auch mein mehr oder weniger große WG mit 6 anderen Leute, die eigentlich alle auf dem Zeltplatz wohnen aber natürlich nichts gegen ein gemütlichen Backpacker-Gemeinschaftsraum haben. Da ich ja meinstens die einzige in meinem Hostel-Bereich bin und bis auf ein paar Ausnahmen nur nette Mitbewohner hatte, freu ich mich natürlich über ein bischen Gesellschaft, auch wenn es alles Pärchen sind. Die ersten 2-3 Wochen waren Julianne aus Thüringen, Christoph aus Frankreich und ich die einzigen Dauerbewohner dieses doch sehr runter gekommenen Etablisments. Die beiden haben sich vor 3Jahren in Australien kennen gelernt, in einander verguckt und sind seitdem als Pärchen durch die Welt gereist. Sie schwärmen immerzu von Australien und bekommen bei ihren Erzählungen ausreichend Unterstützung von Ginny(Kanada) und Marco(Italien), die auch in dieses Land verliebt sind und sich dort kennen lernten und mittlerweile sogar geheiratet haben. Wie ihr seht wird es selten langweilig, obwohl Kaikoura ein echtes Nest ist und wenn doch haben wir zum Glück genügend Stumpfsinn im Kopf um uns die Zeit mit Kartenspielen, Kissenschlachten und Handtuchkämpfe vertreibt. Ich habe jetzt endlich gelernt wie man Jemanden richtig mit dem Handtuch traktiert und zwar so, das es danach rote Striemen am Körper gibt. Ist nämlich garnicht so leicht, Julianne ist immernoch am üben aber Chris ist wirklich der Meister darin und irgendwann will man es ihm ja auch mal zurück zahlen. Außerdem kommt Oli(mein Bruder) bald und da kann ich das gut gebrauchen;) Filme werden natürlich auch fleißig geschaut vorallem als es hier 2 Wochen am Stück geregnet hat, da hat es auch gleich mal eine Flut in Nelson und Blenheim gegeben. Es wurden sogar Teile von Nelson evakuiert und Kaikoura war ein Zeit lang Anlaufort von Süd, wegen erneuten Erdbeben in Christchurch und Nord, wegen der Flut. Es war defintiv das schwärzeste Jahr seit langem für Neuseeland mit der Ölkatastrophe, den ständigen Erdbeben in Christchurch(im Moment gibt es jeden Tag welche, die man definitiv spüren kann-zumindest dort) und dann noch der Flut kurz vor Weihnachten. Außerdem gab es ein Verbrechen, dass ganz Neuseeland erschütert hat. Den in der Nähe von Taupo hat ein 16jähriger Junge ein 6jähriges Mädchen im Zelt auf dem Campingplatz vergewaltigt. Ein Einzelfall, der aber definitiv mit dem massiven Alkoholproblem vieler Kiwis zu tun hat. Aber zum Glück gibt es auch echt positive Erfahrungen und ich bekomme halt ein echt realistisches Bild von diesem Land.
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| Baby Robbe |
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| Die Kollegen am 24.12.:Aleshia, Tom, Marie, Ich, Dimitri |
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| Was wir so in unserer Freizeit machen-Kiwi-Bier trinken |
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