Was passierte in den letzten 4 Wochen:
Ich hab zunächst mal meinen Wohnsitz dreimal geändert, da ich bei Davie
durch ziemliche schräge Mißverständnisse und natürlich der übliche Stress, wenn
man so eng zusammenwohnt und keiner Privatsphäre für sich selbst hat, heraus
geflogen. Davie war super gestresst, weil sein Rücken massiv Probleme machte,
er aber weiterhin viel Arbeiten musste um sein zweites Buisness aufzubauen.
Außerdem hat einer seiner frühkriminellen Schützlinge, milde ausgedrückt, Scheiße
gebaut und Hannah und ich haben quasi nicht adequat reagiert und dann kam alles
zusammen. Egal mittlerweile verstehen wir uns wieder auch wenn ich echt sauer
war und er hat sich so an die 10 mal entschuldigt. Also hab ich erstmal bei
Janine im Haus gewohnt aber die Mitbewohner waren damit nicht so einverstanden
und somit hat es zu unangehmen Spannungen geführt, da im Haus auch mittlerweile
9 Leute in 3 Schlafzimmern gewohnt haben. Also bin ich dann nach einer Woche
dort und einer ziemlich intensiven Partyzeit ins Hostel umgezogen und hab mich
dort echt wohlgefühlt aber 170$ für ein Woche im Hostel war mir dann auch zu
teuer und somit hab ich mich nach meiner eigenen Bleibe umgesehen. Mittlerweile
hab ich mein eigenes Zimmer und ein super großes Bett für mich allein in einem Haus mit der
schrägen Lynn und den echt angenehmen Mitbewohnern Mark und Olli.
Leider bin ich meistens Arbeiten und hab deswegen eigentlich wesentlich
weniger Freizeit als ich mir wünschen würde aber manchmal find ich auch die
Zeit zum Weggehen. Klingt ein bisschen wie das Leben in Deutschland und ist es
auch irgendwie aber mit schönerer Kulisse. Immerhin hab ich mich nach einem
leichten Kater gestern mal aufgerappelt auf den Rob Roy Peak zu wandern.
Innerhalb von 2h war ich dann auch am Gipfel und hatte einen überragenden Blick
auf Wanaka und die Täler sowie Seen drumherum. War tierisch anstrengend und ich
war zwischendrin total unterzuckert, was ich eigentlich nur vom Fahrrad fahren
kenne aber mit Schokoladenriegeln bewaffnet kam ich dann zuckergedopt zum Ziel.
Die Arbeit(Ferienhäuser und Lodge Putzen) ist das langweiligste und
sinnloseste, was ich jemals gemacht habe und unser Chefs sind auch Arschlöcher
aber das Team mit dem ich arbeite ist super. Gestern hab wir endlich mal unseren
"Mädchenabend" hinbekommen, bedeutet viel Wein, lecker Essen und ne
Menge Handarbeit(Häkeln, Stricken und Flachsflechten). Hab ich schon erwähnt
das man im Winter hier zur Oma wird. Hab mir schon einen Schal gestrickt und
eine Mütze gehäckelt und trage sie stolz durch Wanaka. Auch hier wird es im
Winter schon um fünf dunkel und so sind die Tage ziemlich kurz und auf
häusliche Aktivitäten eingeschränkt. Janine verlässt uns auch in 5 Tagen und
hat sich spontan entschieden in den nördlichesten Norden der Nordinsel zu
machen, weil ihr Wanaka nicht so gefällt und ich kann das ganz gut
nachvollziehen. Im Winter ist die Stadt voll von sogenannten
"Skibums"=Schneehasen, die alle den gleichen Klamottenstil haben und
auch sonst keine tolle Stimmung in die Stadt bringen. Zum Ausgehen ist es gut
aber für Freundschaften-Fehlanzeige. Aber die Skigebiete hier sind echt schön,
wenn es kalt genug ist und natürlicher Pulverschnee liegt und man zufällig noch
frei hat, kann man eine echt schöne Zeit auf den Brettern haben. Habe mich
schon im Snowboarden versucht, was wirklich viel Spass macht aber auch echt auf
den Arsch geht, da man ja die meiste Zeit auf dem verbringt, zumindest am
Anfang. Wir haben auch drei verschiedene Skigebiete hier in der Umgebung aber
alle ganz schön teuer. Bin froh das wir über Arbeit die Skipässe für Cardrona
wenigstens zum halben Preis bekommen, das macht es immerhin bezahlbar.
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| Janine and Mareike at Materiki |
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| Materiki-Fireworks |
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| Riesenseifenblase |
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| Blick ins Wanaka-Tal mit Inversion |
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| Snowpark |