Sonntag, 22. Juli 2012

Still Wanaka


Was passierte in den letzten 4 Wochen:
Ich hab zunächst mal meinen Wohnsitz dreimal geändert, da ich bei Davie durch ziemliche schräge Mißverständnisse und natürlich der übliche Stress, wenn man so eng zusammenwohnt und keiner Privatsphäre für sich selbst hat, heraus geflogen. Davie war super gestresst, weil sein Rücken massiv Probleme machte, er aber weiterhin viel Arbeiten musste um sein zweites Buisness aufzubauen. Außerdem hat einer seiner frühkriminellen Schützlinge, milde ausgedrückt, Scheiße gebaut und Hannah und ich haben quasi nicht adequat reagiert und dann kam alles zusammen. Egal mittlerweile verstehen wir uns wieder auch wenn ich echt sauer war und er hat sich so an die 10 mal entschuldigt. Also hab ich erstmal bei Janine im Haus gewohnt aber die Mitbewohner waren damit nicht so einverstanden und somit hat es zu unangehmen Spannungen geführt, da im Haus auch mittlerweile 9 Leute in 3 Schlafzimmern gewohnt haben. Also bin ich dann nach einer Woche dort und einer ziemlich intensiven Partyzeit ins Hostel umgezogen und hab mich dort echt wohlgefühlt aber 170$ für ein Woche im Hostel war mir dann auch zu teuer und somit hab ich mich nach meiner eigenen Bleibe umgesehen. Mittlerweile hab ich mein eigenes Zimmer und ein super großes  Bett für mich allein in einem Haus mit der schrägen Lynn und den echt angenehmen Mitbewohnern Mark und Olli.
Leider bin ich meistens Arbeiten und hab deswegen eigentlich wesentlich weniger Freizeit als ich mir wünschen würde aber manchmal find ich auch die Zeit zum Weggehen. Klingt ein bisschen wie das Leben in Deutschland und ist es auch irgendwie aber mit schönerer Kulisse. Immerhin hab ich mich nach einem leichten Kater gestern mal aufgerappelt auf den Rob Roy Peak zu wandern. Innerhalb von 2h war ich dann auch am Gipfel und hatte einen überragenden Blick auf Wanaka und die Täler sowie Seen drumherum. War tierisch anstrengend und ich war zwischendrin total unterzuckert, was ich eigentlich nur vom Fahrrad fahren kenne aber mit Schokoladenriegeln bewaffnet kam ich dann zuckergedopt zum Ziel.
Die Arbeit(Ferienhäuser und Lodge Putzen) ist das langweiligste und sinnloseste, was ich jemals gemacht habe und unser Chefs sind auch Arschlöcher aber das Team mit dem ich arbeite ist super. Gestern hab wir endlich mal unseren "Mädchenabend" hinbekommen, bedeutet viel Wein, lecker Essen und ne Menge Handarbeit(Häkeln, Stricken und Flachsflechten). Hab ich schon erwähnt das man im Winter hier zur Oma wird. Hab mir schon einen Schal gestrickt und eine Mütze gehäckelt und trage sie stolz durch Wanaka. Auch hier wird es im Winter schon um fünf dunkel und so sind die Tage ziemlich kurz und auf häusliche Aktivitäten eingeschränkt. Janine verlässt uns auch in 5 Tagen und hat sich spontan entschieden in den nördlichesten Norden der Nordinsel zu machen, weil ihr Wanaka nicht so gefällt und ich kann das ganz gut nachvollziehen. Im Winter ist die Stadt voll von sogenannten "Skibums"=Schneehasen, die alle den gleichen Klamottenstil haben und auch sonst keine tolle Stimmung in die Stadt bringen. Zum Ausgehen ist es gut aber für Freundschaften-Fehlanzeige. Aber die Skigebiete hier sind echt schön, wenn es kalt genug ist und natürlicher Pulverschnee liegt und man zufällig noch frei hat, kann man eine echt schöne Zeit auf den Brettern haben. Habe mich schon im Snowboarden versucht, was wirklich viel Spass macht aber auch echt auf den Arsch geht, da man ja die meiste Zeit auf dem verbringt, zumindest am Anfang. Wir haben auch drei verschiedene Skigebiete hier in der Umgebung aber alle ganz schön teuer. Bin froh das wir über Arbeit die Skipässe für Cardrona wenigstens zum halben Preis bekommen, das macht es immerhin bezahlbar. 
Janine and Mareike at Materiki

Materiki-Fireworks

Riesenseifenblase

Blick ins Wanaka-Tal mit Inversion

Snowpark

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