Dienstag, 24. April 2012


Ich verließ Kaikoura mit einer Träne im Auge aber wegen all der guten Erinnerungen und auch weil ich all die tollen Leute echt vermissen würde.  Aber neue Abenteuer warteten auf mich und da Dami, eine alte Freundinn aus Napierzeiten mich quasi in Kaikoura abholte, fiel es mir doch recht leicht diese Wohlfühloase zu verlassen. einem sehr guten letzeten Abend mit Wein-Tasting und einer Menge Diesel sowie Smoko ging es am Ostersonntag noch zum auf zum massiven Osterfrühstück. Ein guter Weg um Tschüss zu sagen und dann endlich wieder auf die Straße zu kommen. Mit Dami bin ich dann erstmal Richtung Christchurch gezogen und haben dort Felix(natürlich Deutscher und alter Freund von Dami) für den anstehenden Wandertrip eingeladen. Leider konnten wir kein Erdbeben erleben. Das klingt vielleicht etwas schräg aber wir waren alle heiß darauf mal diese Erschütterungen am eigenen Leib zu fühlen-naja vielleicht beim nächsten Mal. Mit frisch gebackenen Kuchen und Brot ging es dann in den Arthurs Pass Nationalpark zum Wandern und nach 2 Tag Regen und einem sehr zerstörerischen Kea(mein Surfboardhülle ist nun hin) ging es dann auf dem Cass Saddle Lagoon Track für 3 Tage mit supi Wetter und tausenden von Flussüberquerungen, was mit einem paar Schuhen irgendwie doof war. Aber das beste kommt erst noch als wir nach anderthalb Tagen und der zweiten Hütte in die flasche Richtung hielten. Wir wussten ja noch nicht, dass wir falsch waren aber nach 4h wandern warteten wir dann förmlich auf die nächste Hütte, die eigentlich nur 2,5h entfernt sein sollte. Es wurde langsam Abend und nach 6 h wandern kamen Dami und mir immer stärkere Zweifel aber Felix war weiterhin optimistisch und meinte wir wären ja auch sehr langsam gewesen, wegen all den Flussüberquerungen. Natürlich haben wir keine Hütte gefunden und nachdem wir noch halsbrecherisch wegen einem Licht auf der anderen Seite des Tals einen Hüfttiefen Fluss durchwanderten und dabei beinah abgespült wurden, haben wir uns dann für das schlafen unter freiem Himmelsfirmament entschieden. Leider hatten wir nur ein Einmann-Zelt für 3 Leute und eine Isomatte. Zuerst versuchten Dami und ich in der Löffelschenposition ins Zelt zu passen und Felix sollte davor schlafen aber wir haben uns dann entschieden das Zelt als Plane zu benutzen und dann doch draussen zu schlafen. Die Hirsche röhrten auch in der Nähe und so sollte keine Nachtruhe aufkommen. Nach ca. 2-3h Schlaf meinerseits habe ich pünktlich zum Sonnenaufgang Fotos von unseren eingfroren Ruck- und Schlafsäcken gemacht. Aber wir sind nicht erfroren und der Sternenhimmel war schon echt der Hammer. Also den nächsten Tag versucht zu orientieren und einfach weiter den Farmertrek laufen den wir gefunden hatten. Zum Glück sind wir in ein Jagdrefier hineingewandert  und haben da auch 2 nette Kiwis getroffen, die uns die 86km zu meinem Auto zurückbrachten und haben erstmal überglücklich gegessen und auf der Wiese relaxt. Dami und ich hatten die nächsten Tage auch heftigsten Muskelkater-aber das wars wert- :-)
Danach gabs erstmal ein bisschen Pause in Hokitika und Franz Josef Glacier Village und Felix verlies uns wieder. Nach ein paar kleinen Wanderungen stand dann noch der Copland Trek Südlich von Fox Glacier an. Wenn man den Trek komplett durchzieht würde man auf der anderen Seite am Mount Cook Village rauskommen aber es dauert 5 Tage und ist nur mit Alpinen Gerät zu bewerkstelligen, was wir nicht hatten und uns die Erfahrung fehlt also die abgespeckte Variante bis zur ersten Hütte und den natürlich Hot Pools. Das war ein einfacherer Wanderweg, da wenig Steigung aber viel Klettern über Steine auf 18km in eine Richtung. Aber die Hot Pools waren eine echte Wohltat und so fühlten wir uns richtig wohl und entschieden einen Tag an der Hütte zu bleiben und die Pools sowie Aussicht zu geniessen. Wir sind dann noch eine Stunde den Trek gegangen um die Gletscher zu sehen und wollten auf dem Rückweg Feuerholz für die Hütte mitbringen, weil es nicht einfach ist in einem Gebiet indem es eigentlich 280 Regentage im Jahr gibt. Aber auf dem Rückweg konnte ich vor lauter Holz in meinem Händen den Untergrund nicht mehr richtig sehen und bin mit dem linken Fuß an einer Grassnabe umgeknickt und hab mir die Innen- sowie Aussenbänder beschädigt und konnte auch einen Tag später nicht die 18km zurück laufen. Dann hat Sally die nette Hüttenwärterin den Heli gerufen und der hat mich auf einem kurzen aber wunderschönen Flug zurück ins Tal gebracht und zum Glück hat mich dieses Abenteuer auch nicht soviel gekostet, weil die ACC(nein,ich weiß nicht was das ist) die Kosten größtenteils übernimmt. Mittlerweil hab ich sogar Krücken und die Leute starren mich im Supermarkt auch nicht mehr an, wenn ich mit meinem Holzstock um die Ecke springe oder humpel. Jetzt häng ich erstmal im Backpacker in Wanaka ab und versuch meine zeit mit Alkohol, Kartenspielen und dergleichen zu genießen.

Gefaehrlich Stroemung

3 Waldschrate in der Huette

Arthurs Pass

Helicopter-Flug

Fox Glacier

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