Mittwoch, 25. Januar 2012

New Plymouth

Was soll ich schon groß schreiben, denk ich mir denn offensichtlich verfolgt mich gerade eine Pechsträhne.
Da habe ich nun insgesamt 6 Wochen in Kaikoura, größtenteils arbeitend verbracht und wollte danach mit Brüderchen Surfurlaub in den warmen Gewässern der Nordinsel verbringen, was mir aber irgendwie nicht gegönnt wird. Immerhin habe ich jetzt mein eigenes Surfboard und könnte definitiv Surfen, zumal die Wellen im Moment größtenteils klein bis nicht vorhanden sind und es gute Anfänger Bedingungen wären aber leider quält mich seit nun geschlagenen 10 Tagen eine Angina und will nicht von mir weichen. Ich habe natürlich schon einen Arzt besucht und Geld in seinen gierigen Rachen geworfen und habe dafür auch schon mal für 6 Tage sinnlose Antibiotika eingenommen, die aber natürlich bei meinem Glück nichts brachten, da es sich offensichtlich um eine Virusangina handelt. Also hänge ich hier den ganzen Tag in Bibos, Museen, im Auto und am Strand herum und schaue allen beim Surfen zu. Immerhin macht mal Jemand von Olli Fotos wenn er in den Wellen rumtobt. Aber wir ihr euch vorstellen könnt ist das irgendwie unbefriedigend. Immerhin hatte ich mal Zeit zum Shoppen, Fotografieren und es wird auch jeden Tag ausgiebig und lecker gekocht(ausser Dienstag, da ist Pizzatag bei Dominos Pizza). Desweiteren ist hier gerade das Festival of Lights, wo der hiesige Stadtpark in die schönsten Farben getaucht wird und jeden Abend mehr oder weniger interresante Künstler ihre Musik zum Besten geben. Eigentlich steht das Tongariro Crossing noch auf dem Plan aber nur wenn ich gesund bin, na mal schauen was wir noch so unternehmen können mit mir.
Aber wahrscheinlich bin ich der ausgeschlafenste Backpacker der Welt, den ich habe ja den ganzen Tag Zeit dafür:)
Hoffentlich kann ich bald wesentlich spanendere Dinge berichten-bis bald Isa

Fährüberfahrt von Picton nach Wellington

Mein neues Board-Stolz!

Fischer Way of Living

Festival of Lights

Taranaki in Wolken gehüllt

Freitag, 20. Januar 2012

Beautiful Kaikoura

Das Neue Jahr ging erstmal mit viel Arbeit weiter und einem nicht unerwartetem Besuch von Brüderchen. Olli ist mal schnell mit einer Freundinn aus dem Erdbeben geschüttelten Christchurch nach Kaikoura hochgefahren um mein Auto abzuholen. Da ich ja eine gute Schwester bin, haben sich beide, zum Preis von einem Essen, 2 leisten können und auch gleich die 2 der Leckersten abgestaubt: Pud Thai und Garlic Chicken :P
Während die zwei also ihre Reise nach Queenstown und Co. fortsetzten habe ich weiterhin geschuftet, ab und zu mal Fußball bzw. Tennis gespielt. Leider habe ich mich mit Chris und Julianne verkracht aber sinnlose Essensstreitereien lassen sich halt bei WGs manchmal nicht vermeiden. Eigentlich fand ich es ganz schön Schade aber so ist das Leben halt. Dafür ging es dann noch zum Whale Watch for free(eigentliche Kosten:145$) mit sonnigem Traumwetter und ruhiger See.  Damit war meine Reisekrankheitstablette also umsonst aber egal- wie der Vati sacht: "Sicher ist Sicher". Fazit: Ich habe 5 Spermwhales(Pottwale), einen Humpback Whale(Buckelwal) gesehen und so an die 30 Delfine. Es muss schon Horrortrips von 140 kotzenden Passagieren bei total rauher See gegeben haben und nur kurzer Walsichtung, wo man sein Geld dann auch nicht wiederbekommt. Also war ich wirklich zufrieden, wobei ich den Preis für etwas überteuert halte, da es nur 3 Spermresidents(Dauerbewohner in der Bucht) gibt und eine durchschnittliche Walsichtungsquote von 1,5 pro Fahrt herrscht.  Leider sind die Wal selten in Spiellaune und so sieht man sie nur für 10min beim Auftauchen wenn sie wieder Sauerstoff für den nächsten Tauchgang sammeln und das bedeutet: das Blassloch, 2/3 des Rückens und beim Abtauchen die Schwanzflosse(Highlight). Das ist alles, was der  begeisterten Whale Watcher zu sehen bekommt, kein Springen oder Schwanzflossen-Klatschen. Dannach taucht der Pottwal wieder für bis zu 2h ab, um auf Beutejagd zu gehen.
Meine letzten Tage, bevor ich mit Brüderchen Richtung Nordinsel aufbrach, habe ich mit Party machen und Arbeiten verbracht. Es ergab sich die seltene Gelegenheit eines Festivals in Kaikoura, was dann aber einen Wucherpreis von 150$ kosten sollte, was natürlich keiner bezahlen will. Die meisten Locals kamen über Beziehungen für lau aufs Gelände, doch Alesha und ich wollten nur für 3h nach der Arbeit mal vorbeischauen und so wagten wir den illlegalen Weg über Zäune. Nach einer 2-3h Odyssee durch Dornengeflecht und Flüsse im Dunkeln und 2maligen Erwischen von den hiesigen Securities, hatten wir doch noch Glück und kamen halb 3 nachts mit einer größeren Gruppe durch den Haupteingang aufs Festival. Wir konnten unser Glück kaum fassen und haben uns mit den sowieso schon betrunkenen Freunden die Kante gegeben um dann früh um 5 im Bett zu landen. Der nächste Tag auf Arbeit war dann entsprechend Durchwachsen und zäh und zu allem Übel machte sich eine Angina in meinem Körper breit und ich hab nur den halben Tag gearbeitet und den Rest meines letzten Arbeitstages verschlafen. Nächsten Tag hab ich Olli und Anngelique  noch beim Surfen zugeschaut und mich schon mal in Stimmung gebracht. Lecker Essen gab es dann noch im Thai, wo das mildeste Curry immernoch zu scharf für mich war-Tom mein Chef hat nur gelacht.
Jetzt nichts wie nach New Plymouth!!
Dusky Delphin


Humpback Whale

Spermwhale + South Bay Kaikoura

Spermwhale

Tom + Alesha

Anngelique+Olli Meatworks

Dienstag, 3. Januar 2012

Weihnachten

Die Vorweihnachtszeit in Neuseeland ist total anders, es wird kaum geschmückt und wenn dann nur mit relativ kitschigen, blinkenden Leuchtreklamen. Nur im Fernsehen wird erkennbar das Weihnachten sein muss, den ein Werbung nach der anderen offeriert Christmas Specials. Santa Claus habe ich auch getroffen, natürlich ganz klassisch im Supermarkt und der Mall, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt. Da kann dann jedes Kind seine Wunschliste direkt dort auf Santas Schoss abgeben-na wenn da mal keine Stimmung aufkommt ;). Aber ich habe einmal eine Riesenladung Schokoladenmazurek(Plätzchen) gebacken und ab und zu ein Räucherkerzle gezündelt. 2 Wochen vor Weihnachten konnte ich dann auch endlich richtig mit Arbeiten starten und habe mich von 10 auf 68 Arbeitsstunden im Thai Restaurant gesteigert und dann noch Putzen im Campingground. Mein Heiligabend sah dann folgendermaßen aus: Arbeiten bis 22 Uhr und dann schnell ab nach Hause und mit Allen aud dem Campingplatz trinken und Rauchen-habe dafür das 1.Mal in meinem Leben Glühwein selbst gemacht und Julianne hat nen Apfelkuchen fabriziert. Am 25. Dezember(dem eigentlichen Weihnachtstag hier) hatten dann alle frei und das bedeutet natürlich erstmal ausschlafen und dann hat Dan, ein Maori der seit 2 Jahren hier lebt und uns alle lecker bekocht. War fast wie zu Hause, ein echtes Drei-Komponenten-Essen und Käsekuchen zum Abschluss. Außerdem war Christian auch für 8 Tage in Kaikoura und den hab ich dann in seinem reinen Deutschenhostel oft besucht. War echt schön mal Jemanden aus der Heimat zu sehen und zu sprechen-nun ist er aber auch schon weiter gezogen. Silvester war ich dann bis nach um 12 im Restaurant und dannach kurz im Strawberry Tree a bissl abdancen aber die betrunken Männer  waren dann bischen zu viel also bin ich nach Hause und habe noch bis um 4 mit allen getrunken.

Ich wünsch natürlich allen noch ein supi gesundes und schönes Neujahr 2012!!
Crazy Franchie: Chris


Nachbarn

Homies: Elodie, Dimitri, Julianne

Christmas Tree

Kaikoura


Sonntag, 1. Januar 2012

Friends in Kaikoura

Seit dem 4. Dezember habe ich mich in Kaikoura häuslich niedergelassen und die ersten 2 Wochen eher gefaulenzt und die wenigen Sehenswürdigkeiten, die kostenlos sind genossen. Ich war glücklich, gleich am zweiten Tag ein Hostel/Motel/Zeltplatz gefunden zu haben, indem ich für Unterkunft jeden Tag 1  1/2h putzen kann. Mittlerweile hab ich hier auch mein mehr oder weniger große WG mit 6 anderen Leute, die eigentlich alle auf dem Zeltplatz wohnen aber natürlich nichts gegen ein gemütlichen Backpacker-Gemeinschaftsraum haben. Da ich ja meinstens die einzige in meinem Hostel-Bereich bin und bis auf ein paar Ausnahmen nur nette Mitbewohner hatte, freu ich mich natürlich über ein bischen Gesellschaft, auch wenn es alles Pärchen sind. Die ersten 2-3 Wochen waren Julianne aus Thüringen, Christoph aus Frankreich und ich die einzigen Dauerbewohner dieses doch sehr runter gekommenen Etablisments. Die beiden haben sich vor 3Jahren in Australien kennen gelernt, in einander verguckt und sind seitdem als Pärchen durch die Welt gereist. Sie schwärmen immerzu von Australien und bekommen bei ihren Erzählungen ausreichend Unterstützung von Ginny(Kanada) und Marco(Italien), die auch in dieses Land verliebt sind und sich dort kennen lernten und mittlerweile sogar geheiratet haben. Wie ihr seht wird es selten langweilig, obwohl Kaikoura ein echtes Nest ist und wenn doch haben wir zum Glück  genügend Stumpfsinn im Kopf um uns die Zeit mit Kartenspielen, Kissenschlachten und  Handtuchkämpfe vertreibt. Ich habe jetzt endlich gelernt wie man Jemanden richtig mit dem Handtuch traktiert und zwar so, das es danach rote Striemen am Körper gibt. Ist nämlich garnicht so leicht, Julianne ist immernoch am üben aber Chris ist wirklich der Meister darin und irgendwann will man es ihm ja auch mal zurück zahlen. Außerdem kommt Oli(mein Bruder) bald und da kann ich das gut gebrauchen;) Filme werden natürlich auch fleißig geschaut vorallem als es hier 2 Wochen am Stück geregnet hat, da hat es auch gleich mal eine Flut in Nelson und Blenheim gegeben. Es wurden sogar Teile von Nelson evakuiert und Kaikoura war ein Zeit lang Anlaufort von Süd, wegen erneuten Erdbeben in Christchurch und Nord, wegen der Flut. Es war defintiv das schwärzeste Jahr seit langem für Neuseeland mit der Ölkatastrophe, den ständigen Erdbeben in Christchurch(im Moment gibt es jeden Tag welche, die man definitiv spüren kann-zumindest dort) und dann noch der Flut kurz vor Weihnachten. Außerdem gab es ein Verbrechen, dass ganz Neuseeland erschütert hat. Den in der Nähe von Taupo hat ein 16jähriger Junge ein 6jähriges Mädchen im Zelt auf dem Campingplatz vergewaltigt. Ein Einzelfall, der aber definitiv mit dem massiven Alkoholproblem vieler Kiwis zu tun hat.  Aber zum Glück gibt es auch echt positive Erfahrungen und ich bekomme halt ein echt realistisches Bild von diesem Land.

Baby Robbe

Die Kollegen am 24.12.:Aleshia, Tom, Marie, Ich, Dimitri

Was wir so in unserer Freizeit machen-Kiwi-Bier trinken